Feuerwache Ost Graz.

Wettbewerb Graz 2021

 

 

Moderner Modulbau in Holz – effizient, ökologisch und schnelle Bauweise

Angestrebt wird eine Raum- und Flächenmodulbauweise in Form von Brettsperrholz. Auf einer Sockelkonstruktion aus Stahlbeton sind die einzelnen „Apartments“ aus Brettsperrholz zu einem zweigeschossigen Baukörper übereinandergestapelt. Das Treppenhaus steift die Konstruktion als Stahlbeton-Kern aus. Zusätzlich ist jedes einzelne Raummodul mit der Tragkonstruktion verankert. Kerngedanke ist es, möglichst viel im Werk zu bauen, die einzelnen Raummodule mit der gesamten Inneneinrichtung und Technik vorgefertigt zu liefern, in Kombination mit modernster Fassadentechnik verschmelzen.

Material – Wärme, Harmonie und Bodenständigkeit

Im Inneren der Aufenthaltsräume verwenden wir ausschließlich massive Holzbodenflächen mit weiß getünchten Wänden, welches das Sinnbild für Reinheit, Vollkommenheit und Licht ausstrahlen und daher als wohltuend empfunden werden. Harmonie, die innerhalb und außerhalb der Feuerwache herrschen soll, ist ein wichtiger Aspekt des neuen, wohltuenden Lebensraumes für die Menschen, welche sich darin aufhalten. Die hochgedämmte Gebäudehülle reduziert den Heizwärmebedarf, die Energiebilanz entspricht somit dem eines Niedrigenergiehauses. Geheizt wird mit Fernwärme, über einen Heiz-Kühl-Estrich erfolgt eine behagliche Wärmeabgabe. Gegen die sommerliche Überhitzung wird eine außenliegende, drehbare Lamellenfassade montiert.

Funktionenabläufe

Feuerwache Ost – Funktionsflächen – kurze Wege - Kompaktheit

Über einen Zentraleingang gelangt man in jede Ebene der Feuerwache. Zusätzlich können die Umkleiden vom zentralen Eingang direkt erschlossen werden. Im Erdgeschoss befindet sich die gesamte Infrastruktur für die Feuerwache. Im 1. Obergeschoss befinden sich die gesamten Ruheräume, Nebenräume und die gesamte Einheit für die Offiziere samt Besprechungsraum und Büroeinheit. Im 2. Obergeschoss befinden sind die Büroräumlichkeiten, der Mannschaftsraum samt Küche und ein Schulungsraum. Zentral gelegene Verbindungsstangen verbinden die einzelnen Geschosse bei einem Einsatz. Die einzelnen Erschließungsflächen der einzelnen Räumlichkeiten im 1. Obergeschoß verbinden auch einen begrünt bespielten Innenhof, welcher als Aufenthaltszone dienen soll. Ein Lichthof im Innern der Erschließung ermöglicht eine natürliche und spannungsvolle Belichtung, welche vom 2. Obergeschoss ins 1. Obergeschoss reicht und die Erschließungsflächen zusätzlich natürlich ausleuchten.

 

Nachhaltigkeit – Schonen von Ressourcen

Bei diesem Bebauungskonzept soll durch den Einsatz von neuen technischen Erkenntnissen und der Verwendung von ökologischen Baustoffen eine sinnvolle Nachhaltigkeitsstrategie gegeben werden. Durch die Kompaktheit bei der Errichtung als auch im Betrieb kann der Energieverbrauch im Vergleich zu einem Standardbau um bis zu 70 % reduziert werden. Durch die klare Trennung von beheizten bzw. niedrig temperierten Räumen kann je nach Wunsch der Errichter ohne großen Änderungsaufwand auf Luft, Wasser und Boden reagiert werden. Es entsteht daher ein Konzept der Nachhaltigkeit in Bezug auf räumliche Struktur und Nutzung. Eine hohe Anforderung an ökologische Qualität zu erzeugen, CO2 Speicherung, Einsparung von Primärenergie für die Gebäudeerstellung, Rückbaubarkeit und Wiederverwendbarkeit deer Holz- und Raummodulbauweise.