Seecamping Bregenz.

Gedanken und Inspirationen zur Gestaltung
Der Seecampingplatz mitten in der ihn umgebenden Natur und dem nahen Bodensee mit dessen Tierwelt, fernab von Verkehrslärm und Luftimmissionen verströmt einen anregenden Geist. Diese idyllische Landschaft mit ihrer Flora und Fauna wird weiterhin die Hauptrolle an diesem Ort spielen, weshalb sich das zukünftige Gebäude schlicht und harmonisch darin einfügen und dennoch identitätsstiftend für das neue SeeCamping sein wird. Der Ort lebt zudem von seiner langen Campingtradition – nicht ohne Grund ist das Campen erst zu Anfang des letzten Jahrhunderts als Antwort und Flucht vor der Industrialisierung entstanden, und in heutigen schnelllebigen und stressigen Zeiten bekommen Lebensphilosophien wie „Zurück zur Natur“, „Sich erden“ oder „Sich wieder mit den Elementen des Universums verbinden“ eine noch wesentlich stärkere Bedeutung. Als Mittelpunkt des Zusammentreffens und gemütlichen Beieinanderseins der Campergemeinschaft wird das neue Gebäude eine tragende Rolle spielen sowie eine hohe Anziehungskraft haben, da es sofort das Einssein mit der Natur spürbar werden lässt. Zugleich lädt es mit der Terrasse in Richtung See ebenfalls zufällige Besucher und Passanten ein, hier einzukehren oder ein Weilchen zu rasten.

 

Städtebauliche Situation und Baukörper
Wie bereits das bestehende Gebäude, bildet das neue Gebäude weiterhin das „Eingangstor“ zum Campingplatz. Das Gebäude fügt sich sensibel und zeitlos in die Umgebung ein und präsentiert sich zurückhaltend nahe dem Bodenseeufer. Die Sichtverbindung zum Bodenseeufer, wie sie vorher bereits vorhanden war, bleibt bestehen. Zusätzlich verbindet eine Sichtachse durch den Gastraum hinweg die Seeseite mit der grünen Campingplatzanlage. Dies generiert im großen, lichtdurchfluteten Gastraum eine angenehme Luftigkeit und Leichtigkeit. Zum Strandweg hin lädt das Gebäude einerseits jedermann ein, auf seiner See-Terrasse zu verweilen oder ein erfrischendes Eis aus dem Kiosk zu genießen; andererseits bietet die Hof-Terrasse einen Treffpunkt zum Erzählen und Austauschen für die temporären Bewohner des Campingplatzes. Das Gebäude selbst spricht mit seiner äußeren Form eine sehr klare Sprache und repräsentiert sich charakteristisch gleich einem Bootshaus. Der neue Baukörper fügt sich mit der ähnlich großen Fläche des bestehenden Nebengebäudes in die Umgebung ein und nimmt sich zurück, wirkt nie aufdringlich und erscheint aber dennoch äußerst elegant. Auf diese Art schafft der Baukörper eine Symbiose mit seiner Umgebung.